Es ist schon einige Tage her. Am 4. November 2016 kündigte Microsoft mit der “City as a Campus” Partnerschaft einen wichtigen Schritt für moderne Arbeitskulturen an. Die Partnerschaft beinhaltet, dass das Marketing und Verkaufsteam von Microsoft in New York (ca. 300 Mitarbeiter), in den Büros der Coworking-Kette WeWork an den zwei Standorten arbeiten dürfen.

Auf den ersten Blick scheint dies eine logische Partnerschaft für Microsoft. Sie können ihre Produkte für Start-ups mit einem hohen Wachstumspotenzial vermarkten. Aber was noch viel wichtiger ist, die Kooperation zeigt, dass sich Unternehmen mit dem Wandel  der Arbeitskultur auseinandersetzen sollten. Immer mehr Unternehmen springen auf diesen Zug auf.

Serendipity Lab ist ein weiterer Coworking-Space, der mit rund 45% angibt Angestellte als seine Kunden zu haben. Unternehmen sollten jetzt im Wettbewerber nicht zurückbleiben. Es werden weitere Partnerschaften von Unternehmen und Coworking Spaces kommen. Das Konzept flexibel Arbeiten zu können wird immer beliebter. Amerika ist hierbei klar der Vorreiter, aber auch deutsche Unternehmen fangen langsam an sich am neuen Trend zu orientieren.

4 Gründe, warum eine solche Kooperation sinnvoll ist

Das Konzept sollte von Unternehmen durchaus angedacht werden. Sowohl für Mitarbeiter, als auch für das Unternehmen selbst, beinhaltet eine Kooperation mit einem Coworking Space nützliche Aspekte.

Zufriedenere Mitarbeiter:  

Ergebnisse einer Umfrage der Harvard University zeigen, dass Mitarbeiter in Coworking-Spaces ein authentisches Selbstwertgefühl haben. Sie geben an, dass sie mehr Sinn in ihrer Arbeit sehen, mehr Autonomie und Verantwortung fühlen und sich als  ein Teil einer Gemeinschaft schätzen.

Coolness-Faktor:

Unternehmen konkurrieren um Talente. Die Suche nach dem richtigen Mitarbeiter mit passenden Fähigkeiten wird immer schwieriger. Mit der steigenden Popularität von Coworking-Spaces, gibt es eine tolle Möglichkeit mehr Flexibilität der Firmen zu zeigen. Ortsunabhängigkeit macht das Unternehmen attraktiv für Mitarbeiter.

Innovatives Denken:

Innovation und revolutionäre Gedanken verbinden wir in der Regel nicht mit großen Unternehmen. Das ist der Grund, warum Unternehmen versuchen sich an neuen Büro-Modellen und Modellen wie Coworking Spaces zu experimentieren. Wer es schafft, bleibt in den Köpfen der Menschen als Vorreiter im Gedächtnis.

Immobilien Einsparungen: 

Ein Schreibtisch im Coworking Space ist 50 Prozent billiger als einer in einem traditionellen Büro. Das ergab eine Schreibtisch-Studio aus dem Jahr 2010. Für Unternehmen, welche Kosten senken möchten, bieten Coworking Spaces eine sehr nützliche Alternative.

Weitere Beispiele von Unternehmen, die Partnerschaften mit Coworking Spaces haben

Auch andere Unternehmen sehen das Modell als positiv an und setzen darauf. Beispiele hierfür sind:

PwC – interne Flexibilität

Als weltweiter Riese hat PricewaterhouseCoopers (PwC) den Coworking-Mehrwert erkannt. Ihr Modell umfasst Coworking in eigener Belegschaft. Es wird versucht die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter zu verbessern und den Umsatz zu steigern, durch Reduzierung von Immobilien Kosten. PwC hat alle seiner Büros in Coworking Spaces geändert und somit seine Flexibilität gestärkt.

Tryg und Rainmaking Loft kooperieren

Tryg ist der zweitgrößte Versicherer in Skandinavien. Um mit Innovation zu begeistern und auch den Zugang zu neuen Kunden zu ermöglichen, arbeitet Tryg in enger Partnerschaft mit dem Coworking-Space Rainmaking Loft zusammen. In diesem sitzen sowohl Mitarbeiter der Versicherung, als auch Startups zusammen.

Coworking Spaces bieten zahlreiche Vorteile für Unternehmen. Der Trend sollte demnach von Unternehmen nicht vernachlässigt oder ignoriert werden, um am Puls der Zeit zu bleiben.

Kennst Du weitere Unternehmen die das Arbeiten in Coworking Spaces ermöglichen? Erzähl uns Deine Erfahrungen in den Kommentaren.

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